Weg in die Bulimie - Tag 1

Ich weiss wirklich nicht mehr was mit mir los ist und noch weniger, was ich dagegen tun kann. Eigentlich hat er recht, ich habe alle was ich brauche - Familie, Freunde, Gesundheit, einen guten Lebensstanddart, Intellligenz,....was will ich also noch?! Keine Ahnung..ich mein, es ist ja noch nicht genug, dass ich wenig schlafe, immer sehr spaet ins Bett gehe, manchmal kaum etwas esse bis ich es an meinem Kreislauf merke (an meiner Figur kann es auf jedenfall nicht liegen!), mich schneide, ab und an mit Absicht zu viel trinke, um zu vergessen, etc., nein, jetzt ich muss auch noch mit kotzen anfangen... Ich kann nicht sagen, wie es ueber mich kam, aber heute nach dem Mittagessen konnte ich einfach nicht mehr und dann schloss ich mich im Bad ein und den Rest kann man sich denken.. Das ist schlecht...nein schlimm, denn wenn das die naechsten Tage weiter geht (und so wie ich mich kenne wird es das mit einer sehr grossen Wahrscheinlichkeit), dann krieg ich auch noch das Risiko dazu in eine Essstoerung, die ich nun wirklich nicht brauchen kann, zu rutschen. =/ 
Ich weiss doch, dass das alles nicht gut ist und dass man so etwas auf keinen Fall anfangen oder tun soll, egal auf was meiner svv-rischen Dinge man sich bezieht, aber...tjaa...ich kann es bisher nicht stoppen, habe noch nicht das Rad herumreissen koennen... Und manchmal frage ich mich, ob es wirklich alles mit dir im November, nein eher vielleicht schon im Oktober unbemerkt, nach dem Wochenende in Playas, begann? Das Potenzial war ja anfang vergangenen Jahres schon da, aber nicht soo krass wie jetzt...wie hast du es geschafft, dass alles auf diese Art und Weise auazuloesen und es jetzt vor allem weiterzufuehren, ich mein, ich bin doch eigentlich gluecklich, wirklich! Ich verstehe mich doch selber kaum.....und ich weiss, dass es so nicht weitergehen kann, da ich sonst sicherlich noch tiefer in diese Art Teufelskreis hineinkomme, was ich wirklich um jeden Preis vermeiden moechte. Es liegt an mir, irgendeinen Weg wird es hoffentlich geben mich da so schnell wie moeglich selbststaendig wieder hinauszuziehen...


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«In dieser Nacht erzählte er mir, er glaube, das Leben gestehe jedem von uns wenige Momente reinen Glücks zu. Manchmal sind es nur Tage oder Wochen. Manchmal Jahre. Alles hängt von unserem Schicksal ab. Die Erinnerung an diese Momente begleiten uns für immer und wird zu einem Land des Gedächtnisses, in das wir im ganzen Leben umsonst zurückzukehren versuchen.»
[Marina - Carlos Ruiz Zafón]