#192

Ich steige immer weiter und immer tiefer hinab in diesen Sumpf meines ICHs. In diesen Abgrund, der irgendwo in den Tiefen meines Seins existiert. Ich laufe vorbei an Wänden mit Bildern, kurzen Texten, einzelnen Worten, Erinnerungen... 
Recuerdos, die man nie vergisst und die mich prägen und immer weiter prägen. Es geht weiter - weiter hinab in das Ungewisse, das noch nicht ganz Erforschte, den Teil, den ich vielleicht lieber nicht kennenlernen würde. Aber es gibt keinen Halt mehr...etwas ruft mich, ein starkes Gefühl zieht mich zu sich.
Ich muss es wieder tun.
Ich werde es wieder tun. 
Sangre, rot, leicht, ohne Schmerz. 
Es existiert nur der innere, der tief aus dem Abgrund kommende Schmerz. 
Die Erkenntnis der Wahrheit.  
Die zerstörte Sehnsucht.
Einsamkeit.
In diesen Momenten hasse ich mich - für das, was (mir) passiert, für die, die ich bin, für alles...


Ich bin genau das, was niemand sucht.




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La vida...

«In dieser Nacht erzählte er mir, er glaube, das Leben gestehe jedem von uns wenige Momente reinen Glücks zu. Manchmal sind es nur Tage oder Wochen. Manchmal Jahre. Alles hängt von unserem Schicksal ab. Die Erinnerung an diese Momente begleiten uns für immer und wird zu einem Land des Gedächtnisses, in das wir im ganzen Leben umsonst zurückzukehren versuchen.»
[Marina - Carlos Ruiz Zafón]