FrüherheutejetztundalleZeit

Es ist wieder da. Dieses Gefühl der Ohnmacht (ein völlig anderes als jenes in meinem Albtraum), dieses Wissen nicht gut genug zu sein - nicht jetzt, nie, never - der Wunsch, dass sich alles wieder zum Gutem wendet. Es hat mich wieder eingeholt, zwar noch nicht zu sehr eingenommen, aber es ist wieder da. So wie ich mich dafür das erste Mal vor sechs oder sieben Jahren schnitt, nur an der Oberfläche, nicht tief, so könnte ich dies jetzt wieder tun, nur diesmal weitaus exzessiver und stärker...auch wenn ich mich beherrschen kann (siehe das Ritzen nach dem Tod von meinem Ex - jo, Rückfällig nach 1 Jahr und ein paar Tagen/einer Woche)....aber vielleicht will ich das gerade gar nicht -.-
Obwohl ich meinen Freund habe, es gut läuft, vielleicht sogar glücklich bin (was ist das eigentlich?), sind jene Gefühle zurückgekehrt und ich weiß tief in meinem Inneren, dass sie niemals gehen werden. Sie werden für immer dort bleiben, in meinem Herzen, wenn auch möglicherweise von anderen verdeckt und überlagert.
Ebenso weiß ich, dass es aussichtslos ist, so wie schon immer. Während er whatever tut, sein Referendariat an der gleichen Schule macht wie die Schwester einer guten Freundin und was ich so gehört habe - oh Wunder - natürlich der Mädchenschwarm der Schule is, weiterhin mit seiner (in meinen Augen und denen von mehreren anderen Personen) nicht unbedingt hübsch älteren chilenischen Freundin weiter eine Beziehung hat, beende ich eben mein Studium, gehe sonstwohin, habe einen Freund mit dem gleichen Namen (Absicht?!) und versuche es ohne meine Vergangenheit zu schaffen. Doch no way, wie ich es die Tage und insbesondere heute feststellen durfte.

Das Problem ist eigentlich folgendes - wir wollten uns morgen treffen und haben des so mehr oder weniger ausgemacht, aber er antwortet nicht mehr und liest nur noch, keinen Plan um wie viel Uhr....Mal sehen ob morgen in der Früh doch eine Nachricht da ist. Er ist an der Reihe, aber es kommt nichts. Dabei war er von der Idee sich zu treffen begeistert und war es nicht er, der von sich aus nach unserem ersten Treffen nach meiner Rückkehr meinte, dass jetzt wo wir so nah beieinander wohnen würden, sollten wir uns öfters sehen... Stattdessen fühlt es sich so an wie früher, als ich mir unserer Freundschaft nicht so sicher wie ich es noch Ende des letzten Jahres (also vor nicht allzulange Zeit in 2016) war.
Vielleicht bin ich auch einfach zu fordernd oder so...Aber es nervt...und ich hasse es....und es tut weh!

Die Person mit den schönsten blauen Augen war und ist die wichtigste Person in meinem Leben, auch wenn nicht immer fordergründig, so doch irgendwo tief in meinem Herzen....ein Traum, der niemals Realität wird und von dem ich mir in den letzten Wochen auch nicht mehr sicher war, ob ich ihn noch wirklich haben will. Zu viel ist passiert....doch vergessen kann ich nicht und verlieren will ich ihn ebensowenig. Er ist Teil meines Lebens. Und dieser Teil lässt sich nicht herausradieren....

Schon immer war und ist er mein mit bestgehütetes Geheimnis.......und das sollte in Zukunft auch so bleiben, denn mein Freund sollte es und das alles fürs erste auch niemals erfahren.........



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1 Kommentar:

  1. Meine Liebe,
    danke für all deine aufmunternden Worte, auf die ich viel zu lange nicht geantwortet habe - sei gewiss, dass ich mich sehr gefreut habe!
    Auch wenn unsere Situationen sicher ganz unterschiedlich sind und ich niemals behaupten würde, dass ich dich verstehe (denn wir haben nicht dasselbe erlebt), so klingt es für mich trotzdem so, als tue dir der Kontakt mehr weh als gut. Es stimmt, dass man Erfahrungen und Begegnungen nicht einfach ausradieren kann. Aber man kann entscheiden, mit welchen Farben man weitermalt. Ich wünsche dir, dass du die auswählst, die dir gut tun.
    Abrazo <3

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La vida...

«In dieser Nacht erzählte er mir, er glaube, das Leben gestehe jedem von uns wenige Momente reinen Glücks zu. Manchmal sind es nur Tage oder Wochen. Manchmal Jahre. Alles hängt von unserem Schicksal ab. Die Erinnerung an diese Momente begleiten uns für immer und wird zu einem Land des Gedächtnisses, in das wir im ganzen Leben umsonst zurückzukehren versuchen.»
[Marina - Carlos Ruiz Zafón]