Film und Wirklichkeit

Dieser Film ("Pasión sin fronteras") hat mich total daran erinnert, was möglich ist zwischen zwei Menschen und dass Liebe stärker sein kann als der Hass. Liebe und Hasse, zwei Gefühle, die sehr nah beieinander liegen. Oft meint man jemanden zu lieben, wirklich zu lieben und dann plötzlich, wenn diese Person einem weh tut, verwandelt sich die Liebe in Hass, starken, zerstörerischen Hass. Denn meist ist die Person, die man liebt, die Einzige, die einem sehr, sehr weh tun kann...
Ich wünsche so etwas keinem, wirklich nicht. Denn diese Gefühle sind gemein, hinterhältig und beherrschen einen. Sie dringen tief in dich ein, nehmen dich in Besitz und lassen dich nicht mehr los. Man will diesem Menschen genauso wehtun, wie er einem wehgetan hat - ob wissentlich oder unwissentlich spielt keine Rolle. Er soll genauso leiden, wie man selber gelitten hat...doch oft schadet man sich selbst mit Schritten und Aktionen in diese Richtung nur selber. Weil die andere Person nämlich von nichts eine Ahnung hat! Woher denn auch, wenn man all die Tage, Wochen, Monate oder vielleicht sogar Jahre geschwiegen hat? Wenn man nur aus der Ferne angehimmelt hat? Wenn man der anderen Person nie die Möglichkeit gab, sich zu entscheiden? Wieso sollte sie dann nun das Ignorieren von Nachrichten oder die kalten und bösen Worte anders deuten? Sie würde wahrscheinlich eher einen Stimmungswandel sehen und bei losen Freundschaften irgendwann nicht mehr reagieren...
Ist es das wirklich wert?



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La vida...

«In dieser Nacht erzählte er mir, er glaube, das Leben gestehe jedem von uns wenige Momente reinen Glücks zu. Manchmal sind es nur Tage oder Wochen. Manchmal Jahre. Alles hängt von unserem Schicksal ab. Die Erinnerung an diese Momente begleiten uns für immer und wird zu einem Land des Gedächtnisses, in das wir im ganzen Leben umsonst zurückzukehren versuchen.»
[Marina - Carlos Ruiz Zafón]