No entiendo nada...

Ich weiß nicht mehr was ich schreiben soll. Alle meine Worte sind fort...weg..irgendwo eingeschlossen oder begraben. Ich vermisse mein neues Heimatland...ja...und gewisse Personen auch...aber irgendwie....ich merke wie es langsam alles abkühlt in meinem Inneren und ich nicht mehr sagen kann, ob ich mir diese gefühle nun einbilde oder sie wirklich sind. 
Mit Angel schreibe ich auch kaum...mit allen anderen übrigens auch, ab und an, meist über Belanglosigkeiten. Ich will nicht, dass er mir schreibt, dass er mich vermisst, nur weil ich es geschrieben habe, ohne dass es der Wahrheit entspricht. Ich will nicht mit Illusionen leben...

Irgendwie habe ich zur Zeit (zum Glück) auch nicht wirklich den Drang mich zu schneiden...manchmal denke ich, dass es mir vll. helfen würde, aber dann denke ich auch, dass es ja eh nix bringt... und es kommt mir vor, als wäre diese andere Zeit damals, vor einigen Wochen und Monaten, nur so ne Phase gewesen....aber stimmt das wirklich...ich will es nicht wirklich glauben, denn es kann ja jederzeit wieder ausbrechen...

Und das komischte an allem ist auch noch, dass sich die Person mit den schönsten blauen Augen (die bei mir um die Ecke wohnt und die ich von früher kenne) sich plötzlich ziemlich anders als vor meinem Auslandsaufenthalt verhält. Ich weiß nicht, was ich davon halten soll >< Er schreibt mir von selbst, fragt ob ich zu Hause bin, ob ich Zeit habe, dass er viel Zeit hat, dass wir uns mal treffen könnten und dass es ihm ja so furchtbar Leid tat, dass er nicht mit mir zum lateinamerikan. Tanzen gehen konnte am vergangen Wochenende, aber ich ihm unbedingt sagen solle, wann ich denn wieder Zeit hätte... Keine Ahnung ich peils nicht...vll. bin ich ja nach Mittwoch schlauer, nachdem wir uns getroffen haben. 
Aber ich habe verdammt Schiss, dass ich Scheiße baue...Scheiße in dem Sinn, dass ich am Ende nicht mehr weiß wo mein Herz wirklich steht und mir am Ende alles nur einbilde, ohne razon, ohne jegliche logica...


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La vida...

«In dieser Nacht erzählte er mir, er glaube, das Leben gestehe jedem von uns wenige Momente reinen Glücks zu. Manchmal sind es nur Tage oder Wochen. Manchmal Jahre. Alles hängt von unserem Schicksal ab. Die Erinnerung an diese Momente begleiten uns für immer und wird zu einem Land des Gedächtnisses, in das wir im ganzen Leben umsonst zurückzukehren versuchen.»
[Marina - Carlos Ruiz Zafón]