Questão vital // Cuestión vital // Lebensfrage

Jeder muss seinen eigenen Weg für sich finden, herausfinden, was er wirklich im Leben möchte. Vielleicht habe ich dies ja bereits gefunden, jedenfalls meine ich, dass ich dies getan habe...allerdings bringt mich das hier keinen Schritt weiter. Ich werde mindestens die nächsten 9 - 10 Monate weiter auf der Stelle treten und mich woanders hinwünschen, nur nicht hier sein und bleiben.. Erstmal muss ich hierbleiben und komme nicht weg - Studium, andere Verpflichtungen, etc. und wer weiß, was danach kommt?!
Zu oft denke ich, dass ich mir durch das Warten nur Chancen verspiele und das, was mir gerade das wichtigste im Leben ist, auf kurz oder lang verlieren werde...keine Ahnung, ob das stimmt - auf jedenfall fürchte ich mich davor, dass das irgendwann wahr wird...
Ich fühle mich so alleine, verlassen unter den anderen, ausgegrenzt, vielleicht grenze ich mich auch selber ab keine Ahnung, aber ich vermisse meine Freunde und habe (im Gegensatz zu dort) ein ziemliches Problem wirklich neue Leute kennenzulernen und mit ihnen eine Freundschaft aufzubauen. Es funktioniert einfach nicht, egal was ich tue oder wie ich mir Mühe gebe. Das was ich bin und denke geht dabei unter und das kann ich nicht vertreten, auch wenn ich mir zu oft wünsche einfach nur klammheimlich zu verschwinden....
Es ist verrückt, dass ich dieses Leben nicht will - ich habe doch (fast) alles...wie viele Menschen würden alles dafür geben so zu leben? Wie viele, die nur die tägliche Entbehrung kennen? Ich fühle mich wie in einem Konflikt. Ich befinde mich mitten in einem Konflikt mit mir selbst. Ich will nicht, dass das ICH, welches ich in Sudamerica war klangheimlich verschwindet und langsam stirbt. Ich will nicht mehr so werden, wie ich einmal war und wie alle anderen hier sind.....niemals!




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1 Kommentar:

  1. Ein BFD ist so ziemlich genau das selbe wie ein FSJ - der einzige Unterschied liegt darin, dass man ein FSJ nur bis 26 machen darf und es für ein BFD keine Altersbegrenzung gibt.
    Ich war schon beim Bezirksverband von dem besagten Wohlfahrtsverband, bei der Abteilung für die BFDler - wir hatten Seminar und dort waren diese Leute halt vertreten, ich habe mich dort dann ausgeschüttet, habe vor den Leuten geweint und einen halben Nervenzusammenbruch erlitten. Im Endeffekt hat sich rausgestellt, dass wohl die Hausleitung vorher da angerufen und Beschwerde gegen mich eingelegt hat, sodass ich keine Unterstützung bekam.
    Ich möchte auf jeden Fall da weg, sofern ich etwas neues finde, bei dem ich auch Geld verdiene, denn das brauche ich im Moment wirklich.
    Und vielen lieben Dank für die aufmunternden Worte am Ende - ich hoffe, dass ich nun endlich die richtige Entscheidung getroffen habe.. :))

    Deine Situation ist auch nicht wirklich die beste - ich kenn das Gefühl nur zu gut, wenn man keinen richtigen Anschluss findet und ein alles in dem Sinne anödet. Ist dein Studium denn noch sehr lange ?

    <3 Jinny

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La vida...

«In dieser Nacht erzählte er mir, er glaube, das Leben gestehe jedem von uns wenige Momente reinen Glücks zu. Manchmal sind es nur Tage oder Wochen. Manchmal Jahre. Alles hängt von unserem Schicksal ab. Die Erinnerung an diese Momente begleiten uns für immer und wird zu einem Land des Gedächtnisses, in das wir im ganzen Leben umsonst zurückzukehren versuchen.»
[Marina - Carlos Ruiz Zafón]