nada....solo frío

Da bin ich nun, hocke in meiner kleinen Ein-Zimmer-Wohnung und starre Löcher in die Luft, höre traurige Klaviermusik und lasse mich von der Traurigkeit mitreißen. Ich denke nach, lass meine Gedanken schweifen, die eine Station nach der anderen meines Lebens abhakt und sich frägt: War es das wirklich wert? Was hat dir das eigentlich gebracht?
Ein Gesicht schiebt sich vor meine inneren Augen. Braune Augen, mit einem leichten traurigen Touch. Ich fühle gerade nichts mehr, rein gar nichts. Das ist scheinbar alles Vergangenheit, doch wer weiß, was passiert, wenn wir uns wiedersehen.
Die nächste Station anderen braune Augen, die meines Exfreundes, doch sie verweilen nicht lange, denn sie werden von schönen caramelfarben verdrängt und an diese Augen, an dieses Gesicht zu denken macht mich nur noch traurig. Ich fühle noch weniger, es macht mich eher alles kalt. Und hier will ich noch weniger wissen, wie es ist, wenn wir uns wiedersehen. Nada serio - nichts ernstes, geht mir durch den Kopf. Die alles zerstörenden Worte, Worte, die mir irgendwie die Augen öffneten.
Was bedeutet Liebe eigentlich? Was ist dieses Gefühl überhaupt und wie kann man wissen, dass man sich sicher ist?
Gerade bin ich einfach nur super fertig.....fehlen nur noch die tollsten blauen Augen der Welt. Komischerweise fühle ich da manchmal noch irgendwas und bei einer anderen Person manchmal Zuneigung...oder sind das nur Verlustängste und Angst vor Einsamkeit?....was ist davon Liebe und was irgendein anderes Gefühl? Ich blick das mittlerweile alles nicht....seit man mir meine Gefühle genommen hat....warum muss das nur alles so ein Chaos sein? Wie soll ich Klarheit finden, wenn ich gerade nicht bis zu mir selber finde, wenn ich nur Kälte in mir spüre?


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La vida...

«In dieser Nacht erzählte er mir, er glaube, das Leben gestehe jedem von uns wenige Momente reinen Glücks zu. Manchmal sind es nur Tage oder Wochen. Manchmal Jahre. Alles hängt von unserem Schicksal ab. Die Erinnerung an diese Momente begleiten uns für immer und wird zu einem Land des Gedächtnisses, in das wir im ganzen Leben umsonst zurückzukehren versuchen.»
[Marina - Carlos Ruiz Zafón]