#282

Lagune bei Sonnenuntergang

Die Woche im Nationalpark war so genial!
Insgesamt 4h (2h mit dem Bus und dann nochmal 2h mit dem Bötchen) braucht man bis zur Lodge (bzw. der Lagune) und man ist schon tief im Oriente - Abgeschnitten von der Ausßenwelt, ohne Handy, ohne Internet, nur mit der Natur und tja anderen Touris....aber die waren echt voll in Ordnung. Neben zwei lustigen Spaniern - die auch noch Kike und Kiko hießen - befanden sich in meiner näheren Umgebung eine italienische Ballerina, die wegen beruflichbedingter Diät x Sachen nicht essen konnte, auch mal eine Mahlzeit ausließ und fast andauernd am Rauchen war, ein total verrückter Franzose, der z.T. etwas gegen mich hatte, das im betrunkenen Zustand allerdings vergaß, was mit mir und zwei anderen rauchte und unrühmlicherweise am letzten Abend sternhageldicht mit zwei anderen in der Lodge um die Ecke Hausfriedensbruch beging - wohl auf der Suche nach mehr Alkohol in Form von Bier und Ziesen -, einen Irländer, der samt dem Franzosen und vier total verplanten und verchillten Australiern, von denen einer a weng Deutsch konnte und dessen Lieblingswort "Schmetterling" war und einer der beiden mit Rasters in Mancorá (das isn Partystättchen an der peruanischen Küste nähe der Grenze zu Ecuador)so gut wie seine gesamte Kleidung zum Waschen gab und dann in noch betrunkenem Zustand vergaß sie wieder mitzunehmen und ohne diese in den Bus Richtung Ecuador stieg, herum reiste (ich weiß elendlanger Satz, ich hoff man versteht in trotzdem ;)). Den Franzosen hatten die Australier wohl in Uruguay aufgegabelt und den Irländer keinen Plan...war auf jedenfall ne sehr lustige Truppe^^
Äffchen bei der Lodge mit Banane ;)
Tagsüber waren wir von früh bis spät unterwegs - ob zu Fuß stundenlang laufen oder mit dem Canoa herumfahren. Auf alle Fälle haben wir einiges gesehen - über verschiedenste giftige und ungiftige Insekten, Kröten, Spinnen und Frösche, bis hin zu einer Anaconda, verschiedene Affenarten und nem Flußdelphin...achja und die Vögel sollte man nicht vergessen....besonders ned den Stinky Turkey...der war überall hahaha xD
Abends wurde meistens in der Lagune gebadet, während man den Sonnenuntergang bestaunte und der Franzose einen Salto nach dem anderen machte, das Canoa richtig
beim nächtlichen Rundgang...
zum wackeln und auf Seitenlage brachte und alles und jeden nassspritzte. Später am Abend spielte ich mit den Australiern "shit head" - ein sehr amüsantes Kartenspiel, während vom Licht der Kerzen (der Strom, den es nur abends gibt, gab es eigentlich kaum, da der immer weg war, weil alle immer ihre Händys laden mussten - Fotos^^) angezogen, irgendwelche fliegenden quitschenden Viecher, Mosquitos und fette, ekelige Cucarachas, um uns herumschwirrten und ab und an in der Kerzenflamme verkokelten.
Langweilig war es wirklich nie und dank all dieser locos hatte ich auch meinen SpaĂź =P


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«In dieser Nacht erzählte er mir, er glaube, das Leben gestehe jedem von uns wenige Momente reinen GlĂĽcks zu. Manchmal sind es nur Tage oder Wochen. Manchmal Jahre. Alles hängt von unserem Schicksal ab. Die Erinnerung an diese Momente begleiten uns fĂĽr immer und wird zu einem Land des Gedächtnisses, in das wir im ganzen Leben umsonst zurĂĽckzukehren versuchen.»
[Marina - Carlos Ruiz ZafĂłn]