Carlos Fuentes, Gedanken und Tagg

"Imaginar el pasado y recordar el futuro."
"Vorstellen der Vergangenheit und Erinnern der Zukunft."
Carlos Fuentes


Ein oxymorale Sinnspruch, den Carlos Fuentes in seinem Werk "El nuevo tiempo mexicano" (= "Neue mexikanische Zeit" oder so, keine Ahnung, ob es das auf Deutsch gibt) verwendet. Carlos Fuentes (1928-2012) ist ein mexikanischer Schriftsteller, der zahlreiche Romane, Essays und Erzählungen, in denen er sich  mit dem Alltag und der Geschichte Mexikos und Lateinamerikas, insbesondere mit den Unabhängigkeitsbewegungen und Revolutionen der zentral- und südamerikanischen Länder beschäftigt hat, veröffentlicht hat und ist einer der wichtigsten Vertreter der mexikanischen Gegenwartsliteratur. 
Mittlerweile bin ich dabei das zweite Buch von ihm zu lesen - Pflichtlektüre meines Literaturseminares, das sich mit der Literatur der mexikanischen Revolution am Beispiel Carlos Fuentes beschäftigt und der oben genannte oxymorale Sinnspruch war Titel meines Referats. Eigentlich stehe ich wirklich ned so auf Theorien und den ganzen Kram, aber ich muss sagen, es war wirklich interessant so manche eine, hauptsächlich aus der Kulturwissenschaft, kennenzulernen. Geschichts- bzw. Vergangenheitsbewältigung und historische Projektion in der Literatur... 
Ich habe mir an einem Punkt der Vorbereitung so viele Fragen an mich selbst gestellt, darüber, wie man selber seine Vergangenheit und seine Erfahrungen in Wörter auf Papier ausdrückt, wie diese Erinnerungen so lange dort festgeschrieben bleiben werden, bis das Dokument gelöscht oder das Papier verbrannt wird, bis die Wörter im Rauch zum Himmel aufsteigen und im Nichts des Unendlichen aufgehen werden, im Nirvana des Ungewissen. Was sind schon Wörter, Sätze, Buchstaben? Festgehalten auf einem der sichersten Speichermedium, das die Erinnerung konserviert und Variation und Innovaton schafft. 
Carlos Fuente hat gesagt, es gäbe keine lebende Zukunft, wenn die Vergangenheit tot ist. Er spielt damit auf die Identitätsstiftung durch die Vergangenheit an. Ein Individuum findet seine Identität durch die Gemeinschaft, durch eine Gruppe und diese identifiziert sich mit einer Vergangenheit, von der sie abhängt. Klingt vielleicht etwas hoch, aber einfach gesagt hat jeder von uns eine Vergangenheit, ist durch seine Sozialisierung Teil einer Gemeinschaft mit einer Vergangenheit, die auch die eigene beeinflusst - nicht immer direkt und bewusst, aber oft unterbewusst und indirekt. Ich glaube man selber nimmt das nicht immer so wahr. Und egal, was passiert ist und was passieren wird, die Erinnerung an prägende Momente und die Vergangenheit begleiten uns unser ganzes Leben und verwandeln sich in ein Land der Erinnerung, in Nebelschwaden des Vergessens und werden uns trotzdem auf Schritt und Tritt begleiten.....und sei es nur unterbewusst.....

btw: auch wenn es anfangs gewöhnungsbedürftig ist vom Lesen her ist, kann ich euch "Nichts als das Leben" (="La Muerte de Artemio Cruz", falls sich jmd. auf Spanisch probieren mag ;)) von ihm echt empfehlen. Es geht um Artemio Cruz, der sich in den letzten zwölf Stunden seines Lebens erinnert. - mehr rumgelaber und so erspare ich euch jetzt einfach mal.......was haltet ihr von einer Liste mit recht guten Büchern als neue Seite? :) 
Hier gibt es noch gute einleitende Worte zu dem Buch:
http://culturmag.de/rubriken/buecher/c-fuentes-nichts-als-das-lebene-garro-erinnerungen-an-die-zukunft/47790


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Um noch etwas "einfaches" hinzufügen. Ich wurde getagt und möchte den einen nun hier an dieser Stelle beantworten - den von Lilly.

Regeln:
- verlinke die Person, die dich nominiert hat
- beantworte die 11 Fragen
- Verleihe den Award an bis zu 11 Blogger mit weniger als 200 Lesern (nicht deinen Nominierer) und gib ihnen Bescheid

- stelle selbst 11 Fragen

1.) Wie heißt das Musikstück/Lied/Song, das du zuletzt gehört hast?
Mal nix Spanisches: Waves - Mr. Probz
2.) Welche_r Blogger_in aus deiner Leseliste hat zuletzt veröffentlicht/steht als erstes in deinem Dashboard?
3.) Welcher ist dein aktueller Lieblingstee zum in die Decke kuscheln an kalten Tagen?
Rooibusch - ich liebe diesen Tee =)
4.) Womit verbringst du deiner Meinung nach viel zu viel Zeit?
Mit meinem Handy....^^
5.) Und womit viel zu wenig?
Mit was für die Uni tun oder an meinen Texten schreiben, neuen Filmprojekten, etc. Gibt viele Dinge
6.) Was würdest du gern an der Welt verändern? (Ein Beispiel reicht)
Die Flugpreise von Transatlantikflügen nach Lateinamerika senken...hahaha....aber sicher is mit der Frage was anderes gemeint, wie Armut verringern oder so....^^
7.) Was ist deine Lieblingsweihnachtssüßigkeit?
Zimtsterne und Lebkuchen
8.) Ist dein Zimmer/deine Wohnung immer aufgeräumt oder bist du genauso chaotisch wie ich?
Je nachdem, aber oft recht chaotisch und durcheinander O.o
9.) Welche Farbe passt deiner Meinung nach gut zu deiner Persönlichkeit?
Orange....oder violett.....oder vielleicht doch blau :D
10.) Welcher Film könntest du dir immer wieder ansehen?
Gibts mehrere:
"El secreto de sus ojos" (="In ihren Augen"), "También la lluvia" (="Und dann der Regen"), alle Step up Filme (den 5. müsste ich allerdings jetzt endlich mal sehen^^)
11.) Womit kann man dir die größte Freude machen?
Also gerade.....indem man mir viel Geld gibt, damit ich nach Lateinamerika zu meinem Freund fliegen kann... (und dort auch einige Zeit überleben und evtl. reisen kann, aber allein der Flug würde reichen =))

Meine Fragen:
1. Wenn du ein Buch ueber dein Leben schreiben wuerdest. Welchen Titel haette es?
2. Gibt es in einer Teefabrik Kaffeepausen?
3. Haben Misserfolge fuer dich einen positiven Wert oder richten sie nur Schaden an?
4. Was hat dich zum Bloggen bewegt und was bewegt dich bis heute?
5. In welcher Situation fuehlst du dich am wohlsten?
6. Worueber machst du dir die groessten Sorgen?
7. Wie stehst du zu 2ten Chancen?
8. Was wolltest du dir schon immer mal kaufen?
9. Staedtetripp oder Badeurlaub? Und warum?
10. Wer oder was inspiriert dich?
11. Waerst du ein Geschmack...welcher waere das?

Cloé


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2 Kommentare:

  1. ja die sache mit den piercings ist auch sehr suchtgefährdet. aber mittlerweile habe ich die meisten piercings, die ich haben möchte. :)
    ich finde nicht einmal, dass ein tattoo wirklich eine bedeutung haben muss. mein vermutlich nächstes tattoo wird auch ein motiv, dass ich einfach nur schön finde und das keine große persönliche bedeutung hat :D aber ja. man sollte sich trotzdem ziemlich sicher sein.
    übrigens danke für den tag.

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  2. Hi.
    Danke für den Tag und deinen Kommentar. Bei dem getagge mache ich grad nicht mit, ich wüsste nicht so sehr, wen ich dann taggen sollte. Und so mache ich lieber nicht mit. Auch sinnlos.
    Ich weiß noch gar nicht, worin das Problem liegt, darin, dass wir zu viel haben, oder dass wir es nicht zu schätzen wissen. Ich glaube beides ist irgendwie wichtig. Für mich ist das eigentlich schöne am Essen, das zusammensitzen mit anderen. Oder das kochen mit anderen. Den eigentlichen Akt des Essens an sich finde ich einfach schrecklich. Alleine mache ich das höchst ungern, vielleicht hat das auch irgendwie zu meiner gestörten Beziehung zu Lebensmitteln geführt, ich weiß es nicht. Unter anderem wahrscheinlich, aber eh. egal.
    Ach und weißt du, du darfst gerne meinen Blog zuspammen, ich lese soetwas gerne :-)

    LG, Neva

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La vida...

«In dieser Nacht erzählte er mir, er glaube, das Leben gestehe jedem von uns wenige Momente reinen Glücks zu. Manchmal sind es nur Tage oder Wochen. Manchmal Jahre. Alles hängt von unserem Schicksal ab. Die Erinnerung an diese Momente begleiten uns für immer und wird zu einem Land des Gedächtnisses, in das wir im ganzen Leben umsonst zurückzukehren versuchen.»
[Marina - Carlos Ruiz Zafón]