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Hallo Leutzz,

also erstmal bin ich vor ner Woche recht gut hier in Ecuador gelandet und wurde nett am Flughafen empfangen. Danach war allerdings so viel um mich herum los, dass ich es kaum geschafft habe überhaupt auf Whatsapp oder Facebook Nachrichten zu antworten. Aber alles von vorne...
Endlich Festland - venezoelanischer Regenwald von oben...
Am gleichen Abend an dem ich gelandet bin, gings gleich in meine geliebte Stadt und es gab natürlich - ich hatte es nicht anders nach gewissen Ankündigungen erwartet - Probleme. Mich haben auch der Ex-Freiwillige (also mein Ex und ja er ist jetzt wirklich mein Ex) und der aus Galapagos abgeholt, da war Stress vorprogrammiert und beide wollten mich mit dem Bus in meine Stadt begleiten. Der Ex-Freiwillige wollte mich auch überreden, dass ich nicht wie ausgemacht zu meiner Freundin gehe, sondern mit ihm ins Hostal und ich hab mich geweigert - a) wie hätte das ausgesehen und b) war mir ja klar worauf er hinaus wollte und darauf hatte ich keinen Bock. Er war jedenfalls richtig pissig und der aus Galapagos angefressen, weil mein Ex dabei war und eigentlich ausgemacht gewesen war, dass nur wir beide fahren und er mich zu meiner Freundin bringt. 
Mein Ex hat wieder den beleidigten gespielt, aber schließlich haben wir uns am nächsten Morgen nochmal getroffen und mir war klar, dass das so wie es war nix mehr werden könnte. Er wollte eh wieder mehr und als ich gesagt habe, dass das jetzt gerade nunmal nicht geht und wir uns Zeit lassen sollten, wollte er am Ende eh ned mehr und meinte besser sind wir Freunde und keine Ahnung, ob wir uns im Dezember sehen - das heißt Ende^^ Iwie war ich froh, dass die Streitereien endlich um waren. Der aus Galapagos jedoch war ziemlich schlecht drauf, weil ich mich mit meinem Ex nochmal getroffen hab...

Ab Mittwochnachmittag ging es sogleich mit der letzten Vorbereitung von den Freiwilligen für den nationalen Jugendtag los und am Abend war ich so fertig, weil ich ja quasi durchgemacht habe. Die Tage der Vorbereitung waren schon anstrengend und als am Freitagmorgen um 10 plötzlich alle aus Guayaquil, die in unserer Pfarrei untergebracht waren, und auf die Familien verteilt werden mussten, auf der Matte standen, war das Chaos komplett. Das war so ein verdammtes Durcheinander und hat mich dermaßen gestresst - und es kamen noch nicht mal alle morgens an, sondern auch noch welche nachts um ein Uhr >< Der Pfarrhof war voll mit über fünfhundert Jugendlichen und etwa ebensovielen Familien....
Abschlussmesse am Strand...
In unserer Pfarrei waren fast neunhundert Jugendliche untergebracht, die wir zu den verschiedenen Hauptevents bringen mussten und für die wir als Pfarrei auch selber was organisierten. Zum Glück ging uns niemand verloren xD Insgesamt waren fast 11.000 Jugendliche in meiner Stadt und genau an dem Wochenende hat die Sonne wirklich erbarmungslos runtergebrannt und da musste dann einmal eine peregrinación - so was wie Wallfahrt - gemacht werden und dann der Abschlussgottesienst am Strand...natürlich sind reihenweise Leute umgekippt, aber meiner Erinnerung nach war es damals vor zwei Jahren in Ambato schlimmer. 
Neben Freiwilliger war ich zur offiziellen Fotografin aufgestiegen und durfte vorne in den Bereich rein und war überall nah dabei =D

Ab Montag war dann entspannen angesagt. Letztendlich hab ich mich von dem aus Galapagos breitschlagen lassen ihn nach Guayaquil zu begleiten, um ein paar Jugendliche aus Galapagos, die am Jugendtag waren, zum Flughafen zu bringen. Es war echt voll schön, muss ich ehrlich sagen, aber keine Ahnung, was aus uns werden soll. Ganz sicher bin ich mir jedenfalls nicht mit all dem. Kann meine Gefühle nicht einorden, bin oft einfach nur kalt und ausnutzen will ich ihn wirklich nicht -.-
Am nächsten Tag sind wir die gesamte Küste bis zu meiner Stadt hochgefahren, was echt schön war - auch wenn es mir unten bei Santa Elena/La Libertad/Salinas nicht so gefallen hat...alles so triste und trocken und hat mich eher an den Norden Perus erinnert. Aber ab Valdivia hat es mir besser gefallen. Der Ort ist nach der Valdivia-Kultur benannt, die als die älteste Kultur Amerikas gilt. Waren dort im Museum und haben ein leckeres Ceviche gegessen, bevor es weiter nach Montañita ging.....ahhh Montaña...auch wenn es voll von Ausländern is is es voll chillig, wobei da meistens eher das Leben nachts voll und ganz pulsiert. Aber tagsüber is es ruhig und strahlt chillige Entspannung aus, lauter Surfer, die mit ihrem Surfbrett unterm Arm durch die Gassen schlurfen, von der Strandpromenade kann man den Surfern zugucken....sehr schön alles =D

Salinas....
lange weite leere Strand von Valdivia

Museum zur Valdiviakultur
Montañita...



So...das war ein Roman, ich verspreche ich melde mich nächstes Mal früher. Morgen Abend geht's nach Quito und am Sonntag geht's los nach Mexiko...iwie komisch, die Zeit vergeht zu schnell und ich iwie is das eine Reise ins Unbekannte....ich werde berichten....

Liebe Grüße aus Ecuador
María


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2 Kommentare:

  1. Grüße aus Deutschland, María :)
    ich muss sagen ich beneide dich etwas darum, das du über einen Strand gewandelt bist...das Meer. ach Sehnsucht..

    Na das mit dem Typen aus Galapagos lässt du wohl eher wenn du dich nicht wohl damit fühlst . Genieß deine Zeit

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  2. Hey :-)
    Wie gesagt: stress dich nicht, mit den Kommentaren und genieße deine Zeit! :-)
    Keine Ahnung. ich habe das Gefühl, dass ich sowieso keine Zukunft habe, egal was ich mache...
    Aber naja, ich werde schon irgendeine Entscheidung treffen...
    Das klingt alles so aufregend bei dir! Ich bin voll neidisch :-) Auch wenn es Stress mit den Männern gibt, lass dir deine tolle Zeit nicht vermiesen.
    Ich würde mich freuen, wenn du irgendwann mal ausführlicher darüber schreibst, aber vorerst hast du meine Frage beantwortet :-D Dankeschön! Du kannst mich gerne weiter Lexi nennen, ich bin nur paranoid, was "das Gefundenwerden" betrifft. Mein alter Name stand zu sehr in Verbindung mit mir.
    Meinst du mit "engerem" Kontakt so etwas Whats App oder Facebook? Würde mich auf jeden Fall freuen! :-)

    Alles Liebe und viel Spaß noch! <3

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La vida...

«In dieser Nacht erzählte er mir, er glaube, das Leben gestehe jedem von uns wenige Momente reinen Glücks zu. Manchmal sind es nur Tage oder Wochen. Manchmal Jahre. Alles hängt von unserem Schicksal ab. Die Erinnerung an diese Momente begleiten uns für immer und wird zu einem Land des Gedächtnisses, in das wir im ganzen Leben umsonst zurückzukehren versuchen.»
[Marina - Carlos Ruiz Zafón]