#235

Ein anderer Ausschnitt aus etwas, was ich mal geschrieben habe...

Ich schaue ihn an, sehe wie mich seine Indigoblauen Augen mustern. Ich kann seine Reaktion nicht wirklich abschätzen. Es ist still um uns herum. Nur das leise Pfeifen des Windes und das Schmatzen des Wassers, wenn es gegen die Pfeiler des Stegs klatsche, sind zu hören.
[...] Meine Gefühle für ihn stürmen auf mich ein und nehmen mich erneut und gleichzeitig noch mehr in Besitz [...]. Seine Nähe lässt mir einen Schauer über den Rücken laufen. Ich rieche seinen vertrauten Geruch – ein herbes Aftershave, vermischt mit dem süßlichen Duft von Honig und Vanille.
[...] Mit seinen indigoblauen Augen schaut er direkt in meine und ich versinke fast in dem dunkelblauem See seiner Seele. Ich kann meinen Blick nicht abwenden. Seiner verursacht mir eine Gänsehaut.
Was er wohl denkt?! Bedauert er auch, dass wir uns so selten sehen?
Ich weiß nicht, was ich von all dem halten soll – dass er nie da ist, immer wieder verschwindet und wie aus dem Nichts plötzlich vor mir steht. Ich suche in seinen indigoblauen Augen nach einer Antwort, doch ich finde keine. Keine, die meine Fragen beantwortet hätte. Ich versuche standhaft zu bleiben, nicht noch mehr in dem Blau zu versinken. Es zieht mich in seiner Einzigartigkeit magisch in den Bann. Es ist mir, als würde ich es nie schaffen mich davon loszureißen – so sehr fasziniert es mich.
Ob er meine Gedanken bemerkt? Kann er in meinen Augen lesen, wie in einem offenen Buch?
Ich will den Blick abwenden, doch ich schaffe es nicht. Ich bin zu schwach in seiner Gegenwart, bin willenlos. Es gibt nur ein einziges Ziel vor meinen Augen: IHN! Verdammt, das kann doch nicht sein…aber es ist Wirklichkeit und ich ohne Kraft wegzusehen. Ich bin verloren in seiner Gegenwart, würde ihm alles hingeben – nur um bei ihm zu sein. [...] Denn auch wenn ich es vor niemandem zugeben will, vermisse ich ihn in den Stunden meines Lebens, die ohne ihn einfach so verstreichen und damit für immer verloren gehen.
[...] Ich sehne mich nach seinen Berührungen. Verdammt…ich bin verdammt nochmal abhängig von ihm! Ich will seine Hand an meinem Gesicht spüren, doch er macht keine Anstalten sie zu heben und mir über den Kopf zu streichen. Er schaut mich lediglich durchdringend an. Ich starre zurück und versinke erneut fast im Indigoblau seiner Augen. Dieses intensive Blau seiner selbst, welches aus dem Caramel seiner Haut ins Auge springt. Es zieht mich an und ich werde immer weiter hineingezogen, bis ich mich vollständig von ihm umgeben vorfinde. Wie in einer nicht enden wollenden Spirale, die im Unendlichen schließlich zu seiner Seele führen würde.
Ich weiß, dass ich mich losreißen muss – um meiner Selbst Willen. Doch ich tue es nicht! In diesem Moment gebe ich mich selbst auf. Ich bin ihm vollständig verfallen und würde (so gut wie) alles tun, nur um weiterhin das Indigoblau seiner Augen erblicken zu können. Doch genauso sehr sehne ich mich nach seiner Hand, die meinen Körper liebkosen würde.

Wie weit würde ich für ihn gehen? Was würde ich tun, um ihn weiterhin in meiner Nähe haben zu können?


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4 Kommentare:

  1. Anonym11/5/14

    Ja in einer Woche bekomm ich bescheid und bin ganz schön gespannt!(:
    Wie toll! Ich liebe Contemporary!
    Ja ich tanze in zwei Gruppen zur Zeit:)
    Liebe Grüsse

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  2. Hay :*
    schön, das wir auch noch hier schreiben können (auch wenn meine Kommentare ziemlich lange auf sich waren lassen -.-')
    Wow, du bist schon so lang schneidefrei! ♥
    Ich hoffe du kannst genauso stolz auf dich sein, wie ich es gerade auf dich bin, das ist nämlich eine beachtliche Leistung :*
    Tja, zwischen mir und W. da gibt es eigentlich nicht mehr viel zu sagen. Vielleicht soll es so...

    Du hast geschrieben: ''keine Antwort ist vielleicht auch eine Antwort''.. ohja, wie oft ich das schon bei W. gedacht habe! Richtig chlimm, gerade wenn es mir um was wichtiges ging und einfach nichts kam, da kann ich mich ja richtig schlimm drüber aufregen. Und dann sitzt man irgendwann persönlich vor dem Menschen und auf einmal wendet sich alles und man denkt: Wow, doch, er ht Interesse.. naja egal. Also hast du dich richtig verliebt? :p Wieso könnt ihr euch nicht sehen? :/
    Das wre wirklch schade drum.

    Ich wünsche dir ganz viel Glück! <3

    Jacki

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  3. Anonym12/5/14

    (:
    haha mach doch!
    ja da bin ich deiner Meinung. Bei uns ist es so, dass wir immer zwischen einundhalb und zwei Stunden Training haben und einfach meistens so in den letzten zwanzig Minuten noch Choreo machen (halt kurz vor der Aufführung mehr). Wie wars denn bei dir?

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  4. Neue Leute kennen lernen wäre wirklich cool! Ich kann nur hoffen, dass die Gemeinde nun auch mitspielt und ein FSJ zulässt. Ansonsten ist es halt ein Praktikum ohne Seminare, aber naja. Hauptsache ich kann wieder mit Kindern arbeiten :)

    5 Jahre schon? Das ist aber auch eine verdammt lange Zeit... Und wenn ich das richtig verstehe, hat sich euer Verhältnis ja auch immer wieder geändert. Das stelle ich mir auch ziemlich anstrengend vor. Wenn mal alles gut ist und dann einige Zeit später der Kontakt total einbricht oder so ähnlich.
    Ich würde dir gerne den optimalen Tipp geben, aber dass kann ich auch nicht. Ich dachte eigentlich, dass das mit M. für mich abgeharkt ist... Scheinbar nur leider nicht. Habe Samstag beim Feiern fast das heulen bekommen, weil mich ein Kerl an ihn erinnert hat. Mir ist da wieder bewusst geworden, wie sehr er mir fehlt.
    Ich glaube man kann einfach nur warten und hoffe, dass irgendwann die Gefühle sich verändern und nachlassen. Man kann noch so oft einen Schlussstrich unter sowas ziehen, wenn man nicht wirklich bereit dazu ist diesen Menschen los zu lassen, dann wird das leider nicht bringen... Ist zumindest meine Erfahrung dazu...

    Und ist ja nicht schlimm :) Ich lese gerne Kommentare und je mehr ich zum antworten dann habe, desto besser!
    Übrigens: Ich LIEBE deinen Schreibstil! Man hat das Gefühl, dass man alles genau vor sich sieht. Also ich zumindest :)

    Mena ♥

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«In dieser Nacht erzählte er mir, er glaube, das Leben gestehe jedem von uns wenige Momente reinen Glücks zu. Manchmal sind es nur Tage oder Wochen. Manchmal Jahre. Alles hängt von unserem Schicksal ab. Die Erinnerung an diese Momente begleiten uns für immer und wird zu einem Land des Gedächtnisses, in das wir im ganzen Leben umsonst zurückzukehren versuchen.»
[Marina - Carlos Ruiz Zafón]