Open-Air, malabares und Nicaragüenses

Wieder erwartend war das Kultur Open-Air gestern echt super. Vorallem die Begleiterscheinungen....
Alles begann eigentlich damit, dass eine kleine Gruppe von drei Nicaraguanern mit ihrem Prof bei uns am Kultur Open-Air mit einem Theaterstück zu Gast waren. Das war voll chillig und hab mal wieder gemerkt, dass das voll meine Welt ist...malabares, mochilleros,...und der eine von denen (Francisco) sah auch noch echt süß aus =D 
Francisco, Raúl und Alejandro

Francisco haciendo el diablo =)
Danach war ich mal wieder voll in diesem Modus drin und ich werd dann immer voll kontaktfreudig. Leider sind alle anderen woanders hin und haben mich mitgeschleift und ich hab mich a weng geärgert. Da aber die anderen z.T. noch was bei der Tanke besorgen mussten, bin ich dann mit ner Freundin und unserem Besuch - einer unserer Freiwilligen -  zurück ins escenario gegangen und haben uns da hingechillt und denen beim Abbau zugeschaut. Sind a weng mit dem Prof ins Gespräch gekommen über das Projekt, dass die mit ihrer Tour unterstützen und war recht interessant. Mit den Jungs haben wir eigentlich eher weniger gelabert, weil die noch beschäftigt waren mit Zeug zampacken und mir zu dem Zeitpunkt ned so gesprächig erschienen. Als se dann gegangen sind haben se gemeint "Hasta la vista" und "Hasta luego" und ich dachte mir so "Alles klar^^"
Haben uns dann in ne andere Aerea gechillt und dort a weng getanzt unter Sternenhimmel. Voll cool. Am Ende gab's noch eine Feuershow und ich hatte mal wieder das déjà-vue mit Erinnerungen an meine Freunde, die auch malabares machen und mir mal a weng was beigebracht haben. Als alles zu Ende war sind wir alle zusammen noch ne Runde weitergezogen und unterwegs hab ich dann die Nicaragüenses eingesammelt. Erst Raúl (19), der dann schonmal mit den anderen vor ist und Alejandro (18) und Francisco (19) loszueisen war a weng schwieriger.....vor allem Francisco war schon recht gut dabei. Haben die also mit in den Pub genommen, wo mir Francisco dann seine halbe Lebensgeschichte verzählt hat - echt krasse Sache....Eltern drogenabhängig, seine Ma war bei seiner Geburt wohl 13 und er hat auch mal Drogen genommen und is durch diese Theater-/Malabaresschule da rausgekommen und is schon hammer eigentlich, dass er jetzt die Möglichkeit hat durch Europa zu touren und malabares zu machen....sein zweites Mal in Deutschland übrigens. Haben sonst noch a weng unten getanzt im Pub und dann ging es weiter in die letzte Kneipe, die abends noch offen hat. Irgendwann sind alle meine Freunde bis auf eine Freundin und der Besuch heim, weil es denen zu spät war und wir haben überlegt was wir noch machen. Am Ende sind wir alle bei mir zu Hause gelandet und haben weitergetrunken und gelabert, bis wir sie fast zum Zug gebracht haben. 
Und keine Ahnung wie ich das mal wieder angestellt habe, jedenfalls fing Francisco an sich voll für mich zu interessieren und hat dann am Ende mir Nachrichten auf spanisch geschrieben, wollte mich dann irgendwann küssen und hat voll das Drama gemacht, als die dann gehen mussten und wir uns alle verabschiedet haben - aber das können Latinos ja super, solche Dramen machen....macht der aus Galapagos auch noch regelmäßig^^
So ma gucken wie des mit dem Kontakt wird. Raúl schien jedenfalls recht interessiert zu sein in Kontakt zu bleiben....jetzt hätt ich schonmal voll Bock nach Nicaragua zu reisen - hatte davor schon voll Interesse, aber jetzt is es natürlich praktisch da jemanden zu kennen....auch diese Theater-/Malabaresschule wär vll. interessant fürn Praktikum auch wenn das wieder das gleiche is wie was ich während meinem Jahr gemacht habe =D 
Vielleicht heißt es ja doch bald mal "Nicaragua ich komme!!!" und das hoffentlich bevor sie diesen blöden Kanal bauen....


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«In dieser Nacht erzählte er mir, er glaube, das Leben gestehe jedem von uns wenige Momente reinen Glücks zu. Manchmal sind es nur Tage oder Wochen. Manchmal Jahre. Alles hängt von unserem Schicksal ab. Die Erinnerung an diese Momente begleiten uns für immer und wird zu einem Land des Gedächtnisses, in das wir im ganzen Leben umsonst zurückzukehren versuchen.»
[Marina - Carlos Ruiz Zafón]