Cuba II - Varadero - wo Strandträume wahr werden

Da es aus Ecuador grad nichts spannendes zu berichten gibt und ich mich bzgl. Luis eh nur wiederholen würde - hier geht's weiter mit Cuba...

Nach drei Tagen Habana ging es nun mit dem Bus Viazul nach Varadero. Schon in Habana hat man uns was von Hauptsaison und völlig überlaufen erzählt, was sich hinterher jedoch in unseren Augen als total übertrieben herausstellte - teuer war Varadero trotzdem allemal! Unser Casa Particular bei einem älteren Ehepaar nahe am Meer hat uns zu zweit jeden Nacht 30 CUC gekostet...aber nungut....

Ansich haben wir nur dort gechillt und nichts gemacht, sind am Strand entlang gelaufen, haben gegessen und Piña Colada aus fetten Kokosnüssen getrunken...




Da ich zu Varadero eigentlich nicht so viel zu sagen habe, will ich hier mal anschließen, warum ich von den Cubanern etwas mehr enttäuscht war. Vielleicht liegt das auch daran, dass nach Mexiko, wo alle (ich hasse Verallgemeinerungen aber egal) sehr freundlich sind und je nach Region auch wirklich hilfsbereit, fällt man in Cuba voll ins kalte Wasser. Pauschalurlauber machen vielleicht andere Erfahrungen als Backpacker und vielleicht geht es auch nicht allen Backpackern so wie uns...
Abgesehen von Gina von unserem Hostal in Habana und vielleicht der ein oder anderen Bediehung in einem Restaurant (Beispielsweise unserem Lieblingsrestaurant beim Hostal in der Nähe), hatten wir größtenteils eher Pech. In Geschäften, Bäckereien oder auch im Museo de la Revolución, man ließ einen warten bzw. man sollte besser sagen, man wurde ignoriert. Ich mein, dass jemand noch nen Handgriff zu Ende führt, das stört mich nicht, aber das war absichtliches Warten lassen gewürzt mit einer Prise Abneigung und Hochnäsigkeit, wenn man das so sagen kann. Beispielsweise standen wir in einer Bäckerei. Grade wurde noch ein Cubaner bedient. Soweit so gut. Kommen weitere Cubaner rein und statt sich in die Schlange zu stellen, drängeln sie sich gleich vor und werden auch sofort bedient und als wir dann dran kamen, dann waren die total unfreundlich. Das ist nur eins von vielen Beispielen. Manchmal fand ich die Cubaner wirklich ein wenig rassistisch - okay, wir sehen aus wie Gringos (gängige Bezeichnung in Lateinamerika für die US-Amerikaner) und es weiß ja jedes Kind dass die Cubaner die ned so wirklich gerne haben, aber trotzdem.....ich bin nunmal kein verfluchter Gringo ><
Und dann könnte man noch das leidseelige Thema Geld anschneiden. Mal ganz davon abgesehen, dass Cuba im Vergleich zu anderen Ländern Lateinamerikas verdammt teuer ist und man z.T. wirklich deutsche Preise (wenn man sucht und Ausdauer hat, dann kann man schon was günstiges finden ;)) hat, versucht auch alles und jeder dir dein Geld aus der Tasche zu ziehen bzw. einen übers Ohr zu hauen. Eigentlich logisch, wenn der größte Teil der Bevölkerung vom Tourismus lebt (ein Österreicher, den wir getroffen haben, meinte als Taxifahrer verdient man fast 10mal mehr als als Lehrer...) und wer nunmal ein Flugzeug nach Cuba besteigt, um dort Urlaub zu machen, der wird auch Geld haben. Trotzdem kam ich mir nicht nur einmal total verarscht vor, wenn versucht wird aus jeder Kleinigkeit Profit zu schlagen. Daher ist es ganz praktisch, wenn man in etwa weiß, was wie viel kosten kann und so...und mit den beiden Währungen sollte man sich auch nicht verarschen lassen...immer genau gucken und nachzählen. Wir waren beispielsweise in einem kleinen Imbiss, wo wirklich NUR Cubaner waren. Folglich waren die Preise in cubanischen Pesos ausgeschrieben. Was wir bestellt hatten kostete in etwa 65 cubanische Pesos, umgerechnet also 2,70 CUC. Behauptet der felsenfest des würde 5 CUC kosten. Haben es ihm dann vorgerechnet mit dem Handytaschenrechner, aber da waren wir schon ziemlich angepisst und dann meinte er, neee der Umrechnungskurs wäre 23, was einen lächerlichen Gewinn von wenigen Cents rausgeschlagen hat. Letztendlich hat er 3 CUC behalten. Tolle 30 Centavos Gewinn (klar für manchen ist das Geld). Was mich halt einfach aufgeregt hat war die Einstellung und die Skrupellosigkeit gepaart mit Frechheit uns so verarschen zu wollen.

Sorry, aber nur weil ich Tourist bin, soll ich gleich das doppelte zahlen?!  




You may also like

1 Kommentar:

  1. Muss ich noch erwähnen, dass ich bei diesen Bildern platzen könnte vor Neid? :D
    Kann gut verstehen, dass dich der Preiszirkus ärgert, aber hört man ja leider ziemlich oft von allen möglichen Touristenorten.

    AntwortenLöschen

Powered by Blogger.

La vida...

«In dieser Nacht erzählte er mir, er glaube, das Leben gestehe jedem von uns wenige Momente reinen Glücks zu. Manchmal sind es nur Tage oder Wochen. Manchmal Jahre. Alles hängt von unserem Schicksal ab. Die Erinnerung an diese Momente begleiten uns für immer und wird zu einem Land des Gedächtnisses, in das wir im ganzen Leben umsonst zurückzukehren versuchen.»
[Marina - Carlos Ruiz Zafón]