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La vida tiene el color que tu le des... - Das Leben hat die Farbe, die du ihm gibst...

Mit den gleichen Worten habe ich vor etwa zwei Jahren einen Post begonnen. Ich befinde mich derzeit an einem Scheideweg meines Lebens; so wie damals nach sieben Monaten wieder in Deutschland sein. Das spüre ich schon seit mehreren Wochen, aber derzeit wird es wieder richtig konkret. Ich will etwas ändern und nicht, dass es auf ewig so bleibt wie es ist. In mir drin ist dieser Drang und dann noch jener der mich ziemlich nach Deutschland zieht gerade und der gleichzeitig alles Neue hier in sich aufsaugt wie ein Schwamm.
Du wirst keine neuen Ozeane entdecken können, wenn du nicht den Mut hast, die Küste am Horizont zu verlieren.

Ich muss etwas verändern. So kann es nicht weitergehen und das spüre ich total. Vielleicht war meine neue Trenza ein Anfang, sich von der fast drei Jahre alten zu trennen und eine neue zu bekommen...in den Farben Mexikos und Manabís - zwei Orte die mich beeinflusst haben, die mich Prägen, die ein Teil von mir geworden sind...

Die Reste der Alten nach dem Abschneiden...
...und ein Teil der Neuen.
Es war komisch die alte abzuschneiden, habe mich wie bei einem Abschied gefühlt, aber es tat unglaublich gut und mit der Neuen bin ich sehr zufrieden. Trotzdem es reicht mir nicht!
Ich überlege ja schon länger ob ich mir mein Ohr nicht ein weiteres Mal durchlöchern lassen soll und ein neues Piercing mein Eigen nennen möchte. Jedoch bin ich mir was die Stelle angeht noch nicht so sicher bzw. einig geworden. Von einem Tattoo mal ganz zu schweigen, da würde auch das Bild fehlen. 

Wohin soll nur das neue Ohrpiercing?
Ich will, dass meine Narben verschwinden und pflege sie so gut wie möglich. Ich will das Alte hinter mir lassen. All das was passiert ist und was ich erlebt habe, hat mich verändert. Die lange Zeit hier hat mich verändert und bei all den Enttäuschungen ist mir auch klar geworden, dass ich nun die Suche nach meinen Wurzeln in Deutschland fortsetzen muss, dass ich weiter andere europäische Länder kennenlernen möchte und dass ich mein Leben dort mal gescheit auf die Reihe bringen möchte...

Eins meiner nächsten Traumziele: der Obersee in Berchtesgaden
Ich will diesen Schmerz nicht mehr, dieses
Selbstverletzten - sei es seelisch oder körperlich, diese schlechte Laune, dieses ständige Gefühl nicht genug zu sein......was interessieren mich eigentlich die anderen? Ich muss doch schließlich glücklich mit meinem Leben sein und nicht sie, oder? 


Ich habe mich lange genug durch andere mitbestimmen lassen, habe lange genug jemandem hinterher getrauert, an ihn gedacht und in dem Moment mir alles mögliche versucht, ohne dass sich die Situation nennenswert verändert hätte. So etwas bin ich nicht wert.  Ich habe einen valor, an den er wohl nicht mehr herankommt, den er nicht mehr zu schätzen weiß. Und diese Utopie in seinem Kopf irgendwann könnte es wieder was werden, wenn er sich wieder an mich wendet...was soll der Driss...joder! Ich bin kein Gegenstand, den man in die Ecke stellt und dann wieder hervorholt, wenn man sein Abenteuer beendet hat. 
Mich regt das alles noch immer so auf und Vertrauen in andere und ihre Worte ist dadurch natürlich auch nicht gerade gestiegen... 
...aber vielleicht beginne ich endlich zu begreifen, dass ich mich nicht immer durch andere selber fertig machen sollte.

Manche Menschen bevorzugen es mehr Narben als Spuren zu hinterlassen.

Ich habe letztens einen tollen Text, der das alles gute beschreibt, wiedergefunden:

Errores de cálculo en la mirada
El error es mirar lo de ayer con ojos de hoy, querer que las cosas vuelvan a ser igual cuando tú ya no eres el mismo, como si pudieran reciclar los suspiros o dar un mismo beso por segunda vez. Los mudos no gritan, los sordos no ven la música, con las cinco letras que se escribe tarde no puedes escribir ahora, el amor que fue nunca vuelve.

Fehlkalkulationen im Blick 
Der Fehler ist das gestrige mit dem Blick von heute zu betrachten, zu wollen, dass die Dinge wieder so wie früher werden, obwohl du nun nicht mehr der gleiche bist, so als könnte man Seufzer zurücknehmen oder einen bestimmten Kuss ein zweites Mal geben. Die Stummen schreien nicht, die Tauben nehmen die Musik nicht wahr, mit den gleichen fünf Buchstaben, mit denen du "tarde" (spät) schreibst, kannst du nicht auch "ahora" (jetzt) schreiben, die Liebe, die einst war und ging, diese wird niemals zurückkehren. 



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3 Kommentare:

  1. Neuanfänge... wie fängt man nur neu an? Wo soll man hin, wenn man nur weiß, dass man weg will, aber nicht wohin es gehen soll? Wen soll man zurücklassen, wen mitnehmen? Wie unterscheidet man zwischen einer Stimmung und einer Wahrheit?
    Wen darf man verletzten, um zu gehen?
    Und soll man sich einen Weg schlagen, den man nicht zurückgehen kann oder soll man die Möglichkeit offen lassen?
    Ist es ein Neuanfang oder ein WEGrennen?

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  2. Hey du, erstmal soooorry, dass ich so lange nicht auf deinen Kommentar geantwortet habe! :$

    Nun ja, was Kerle angeht, scheint das bei uns echt immer recht ähnlich zu laufen, irgendwie lustig, und andererseits auch traurig. :| Männer sind so blöd, echt.
    Das finde ich auch lächerlich, dass der Spanier sich dann meint, aufspielen zu müssen, wenn du mal über die Stränge geschlagen hast; ich meine, wirklich was angehen tut's ihn ja nicht. Und dann einfach auflegen ey, da wäre ich auch richtig sauer gewesen. :@

    Und wegen der Sache mit vergebenen Typen ... irgendwie fühle ich mich halt nicht schlecht deswegen, weil ICH ja keine Verpflichtungen irgendwem gegenüber habe und das Ganze auch nicht von mir ausging. Außerdem ist es, auch wenn das irgendwie mies klingt, schon 'ne ziemlich krasse Bestätigung für einen, wenn einer 'ne Freundin hat und trotzdem Bock auf einen, ähem. x)

    Hach ja, ich bin eigentlich gerne single und lebe mich aus, aber manchmal denke ich auch, es wäre schön, mal wen zu haben, 'ne Schulter zum Anlehnen und so, irgendwas Verbindliches.
    Zwar bin ich grundsätzlich kein Beziehungsmensch, aber würde mir mal jemand begegnen, mit dem es klappt, wäre das auch nicht das Schlechteste. Ich dachte ja, Ch wäre dieser jemand, aber ... na ja, obviously not. :D

    Das mit dem Drang nach Neuanfang, Veränderung und Selbstfindung kenne ich nur zu gut, in letzter Zeit hatte ich ja auch ein bisschen damit zu kämpfen. Ich hoffe, dass sich der Sturm in deinem Inneren bald wieder legt und du findest, wonach du suchst.

    Alles Liebe. <3

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  3. Yo tb tengo una trenza ahora - en las colores de la republica dominicana jajaja :)

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La vida...

«In dieser Nacht erzählte er mir, er glaube, das Leben gestehe jedem von uns wenige Momente reinen Glücks zu. Manchmal sind es nur Tage oder Wochen. Manchmal Jahre. Alles hängt von unserem Schicksal ab. Die Erinnerung an diese Momente begleiten uns für immer und wird zu einem Land des Gedächtnisses, in das wir im ganzen Leben umsonst zurückzukehren versuchen.»
[Marina - Carlos Ruiz Zafón]