Leben...........

"Die Zeit ist kein Gold, Gold hat keinen Wert. Die Zeit ist Leben" - José Luís Sampedro
Das Leben dreht sich immer schneller und schneller und obwohl es mir wehtut und ich nicht weiß, wie es funktionieren soll, muss ich Luis loslassen. Es ist Zeit was Neues zu beginnen, auch wenn seine Nachrichten zu oft noch andere Dinge wiederspiegeln, obwohl uns so viel verbindet und gleichzeitig trennt, mich die Erinnerungen schwermütig machen und mich neue Momente ohne ihn lachen lassen. Es ist Zeit all das hinter sich zu lassen, auch wenn wir vor einem Jahr so glücklich waren, auch wenn er mich gefragt hat, ob ich ihn im März heiraten würde, wenn er mich fragen würde... Dabei wissen wir beide, dass das jetzt nicht geht, dass ich solch einen Schritt noch gar nicht gehen will und, noch schlimmer, er weiterhin mit diesem Kind was am laufen hat...die grade mit Schule fertig ist und jetzt zum studieren aufs Festland geht...
Wenn ich dich bitten würde, dass du mich im März heiratest, würdest du es tun? [...] ...aber gut ich schon
Doch wieso sollte er mich fragen, wenn schon alles entschieden und ich ihm total egal wäre...?

Das Leben bringt immer wieder neue Überraschungen, während man mit dem einen El Salvadoreño (J.) schreibt und feststellt, dass man über die Distanz weiterhin viel Kontakt hält und sich noch immer sehr gut versteht. Dass es egal ist, dass ich nun in Deutschland bin und er in El Salvador, dass wir
....wundert euch nicht, ich schreibe auf Touch immer ziemlich viel Quatsch und erwisch die falschen Buchstaben xD
weiterhin Witze reißen können und uns viel erzählen, auch wenn die Distanz da ist. Dass es egal ist, dass er mein Geheimnis und meine negative Seite kennt und dass ich weiß, dass ich ihm vertrauen kann, da er niemandem auch nur ein Sterbenswörtchen gesagt hat. Ich weiß, dass ich auf ihn zählen kann und, dass ich ihm auch nicht ganz egal sein kann - ich werde ihm immer dankbar sein, dass er mich damals ins Krankenhaus begleitet hat.

Das Leben geht in großen Schritten weiter, springt über Hindernisse und erreicht neue Ozeane. Es lässt mich zu Zuneigung mir gegenüber von anderen spüren, lässt mir liebe Worte zukommen und vergessen, dass es nur eine Person geben könnte, die mich glücklich machen könnte. Die schlechten Momente lassen mich in meinem Bett liegen, den Tränen nahe, Bauchkrämpfe und ohne Schlaf wegen dem Jetlag, der mal wieder viel zu krass ist, und dann kommt da jemand, der einen aufmuntert und liebe Worte schenkt, dem ich trotzdem misstrauisch gegenüber bin und der gleichzeitig nicht alles preisgibt, weil er weiß, dass ich gerade nichts erwiedern kann und erst meine Wunden lecken muss. Mit dem ich über vieles scherzen kann und dann doch tief in meinem Inneren feststelle, dass ich ihn nur als einen sehr guten Freund sehe. Der sagt, dass er sich mit mir wohlfühlt und er selbst sein kann und mich wertschätzt und mir zuhört und immer einen Rat weiß. Den ich vermisse und gerne habe, aber da einfach nicht mehr ist, auch wenn wir schon ein paar mal miteinander geschlafen haben. Mit dem ich einfach so aus Spaß Witze übers Schwangersein (auch wenn das manchmal nicht
bin jetzt zu faul auch das zu übersetzen...sorry ;)
lustig ist und das weiß ich sehr gut, wenn man denkt man wäre es -.-) machen kann und wo man dann rausliest, es würde ihm allgemein nichts ausmachen, wenn ich schwanger geworden wäre - auch wenn der Zeitpunkt furchtbar dämlich ist haha^^ Und als ich ihm dann gespielt ernst die Enttäuschung "mitteilte" meinte, man könne es ja immer wieder probieren, was mich einfach nur zum lachen gebracht hat, auch wenn ich weiß, dass das mit uns eher nichts werden kann.

Die Zeit des Lebens schießt an einem vorbei, während man im Bett liegt und träumt, sich manches ausmalt und weiß, dass es nie sein wird. Man schläft und einen die abstrusesten Träume übermannen, man plötzlich mit dem Spanier am Titcacasee in Bolivien steht, um zur Isla del Sol zu fahren, dort durch die Gegend wandert und dann, das Panorama über den See genießt. Man scherzt und lacht und dann, ganz plötzlich, man sich in seinen Armen wiederfindet und merkt, wie er einen küsst und plözlich murmelt "soy infiel" und sich wegdreht. Man weiter über die Insel läuft, als wäre nichts geschehen und alles wie immer ist - und man sich doch an diesen kurzen Moment erinnert. 

Das Leben rennt in großen Schritten und man wacht auf, den Traum noch Stunden später im Hinterkopf, und schaut auf sein Handy und hat eine Nachricht vom Spanier, wo er frägt, wann ich denn nun wirklich zu ihm komme. Und von dem anderen (der aus dem dritten Absatz), der meint er würde einen auch vermissen und dass er nicht schlafen könnte und es doch nicht sein könnte, dass ich um 11 Uhr nachts (ecuadorianischer Zeit) am Schlafen bin. 

Das Leben geht weiter und ich hoffe bald mehr meiner deutschen Freunde zu sehen, vielleich auch den Kumpel meiner Freundin oder die Person mit den schönsten blauen Augen (hope so) und noch mehr, aber oft sehe ich das als eher als unwahrscheinlich an, die Person mit der Lebensgeschichte, an die ich seit Januar wieder viel mehr denken muss. Doch wer weiß, was jetzt alles passieren wird....ich werde es auf mich zukommen lassen und dann sehen wir weiter....denn das Leben steckt voller Überraschungen....................


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3 Kommentare:

  1. Hey, viiiel zu spät antworte ich jetzt mal wieder, tut mir leid, dass das bei mir immer so dauert. :d
    Viel hat sich ja nicht getan, was den Fotografen angeht, bzw hatte ich ihm zwar vor einer Woche geschrieben, aber bisher kam darauf nichts und ich glaube, er ist gerade einfach nie online. Zudem geht er bald für ein Jahr weg, also kann ich eh schon mal anfangen, mir ihn wieder aus dem Kopf zu schlagen. :x Na ja, davor werden wir uns bestimmt noch ein paar Male über den Weg laufen und auch wenn nun ganz sicher nichts daraus werden wird, habe ich immerhin 'ne nette Bekanntschaft gemacht. ;>

    Du bist ja nun schon seit einer Weile wieder hier; wie geht es Dir so damit? Bist du wieder einigermaßen ,angekommen' oder ist es immer noch sehr schmerzhaft?
    Ich hoffe, Dir geht's ansonsten gut!

    Alles Liebe. <3

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  2. Heey,

    danke erst mal fürs Mut machen und aufbauen und deine ganzen Ideen :*
    lo q pasa es q en la RD era otra cosa como allá solo estaba de vacaciones y tenía muuuchas impresiones todo el día y no había tiempo de sentirse solo jajaja... ne aber echt, Reisen allein und zuhause sein allein finde ich irgendwie total verschiedene Sachen. Zuhause hat man den Alltag und alles, nur dass eben der Partner weg ist. Und Unterwegs ist man selbst ja so abgelenkt mit den ganzen neuen Erlebnissen, dass man weniger drunter leidet allein zu sein. Also ist meine Erfahrung...
    Aber ich geb schon mein Bestes, mir auch mal was Gutes zu tun :) Samstag war ich zB im Stadion, das ist sowas das mein Freund nie mitmachen würde ^^

    Oh Mann das mit den Hausarbeiten ist echt immer ätzend... ich drücke dir die Daumen dass du noch n Thema findest ^^ was für ein Seminar ist es denn gewesen wo du die drin schreiben musst?
    Wegen dem Abschied bzw Ende vom Auslandssemester wirkt es ein wenig so, als seist du hin und her gerissen... zwischen Abschiedsschmerz und froh sein, wieder zurück zu sein. Kann ich sehr gut nachempfinden, denn mir geht es nach dem Reisen auch immer so. Und Fernweh... das habe ich auch oft. Hast du denn schon ein wenig in Aussicht wann du noch mal weg fahren kannst?
    Ich fange nächste Woche mit dem Master an- was danach kommen soll weiß ich aber auch noch nicht und hoffe, dass ich in den 2 Jahren Master dann irgendwann ne Vorstellung bekomme ^^

    Fotos von Reisen etc meine ich auch gar nicht :) Ich meine eher krasse SVV-Bilder (wo ich mich immer frage, wieso zum Henker man erst Fotos von seinen klaffenden Wunden macht, bevor man sie verarzten lässt?!)...
    Übertreibungen und Aufbauschen mag es sicher auch geben, sicher auch alles wegen Aufmerksamkeit...definitiv ist das ein interessantes und komplexes Thema!

    Ich drück dich zurück <3

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    1. Ach ja wegen den Freundschaften/Bekanntschaften: ich bin gedanklich schon mitten dabei, zu sortieren und mich von manchen Personen innerlich zu verabschieden... tut weh, aber bringt eben wie du schon sagst sonst echt nix...

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La vida...

«In dieser Nacht erzählte er mir, er glaube, das Leben gestehe jedem von uns wenige Momente reinen Glücks zu. Manchmal sind es nur Tage oder Wochen. Manchmal Jahre. Alles hängt von unserem Schicksal ab. Die Erinnerung an diese Momente begleiten uns für immer und wird zu einem Land des Gedächtnisses, in das wir im ganzen Leben umsonst zurückzukehren versuchen.»
[Marina - Carlos Ruiz Zafón]