Él

....y me dicen loca porque cada vez que te veo me estoy enamorando más de ti

Irgendwann innerhalb der letzten Tage schwirrte dieser Satz durch meinen Kopf und ich kam nicht darauf klar. Nicht auf meine Gedanken, auf nichts in mir drin. Der Halbperuaner rockt meinen Kopf, ohne dass ich das wirklich will und Kommentare dazu, dass wir auf jenem Foto doch total süß miteinander aussehen und meine Aktion letzten Donnerstag tragen nicht unbedingt zu einer Verbesserung innerhalb meines Gehirns bei. Ich weiß vor allem nicht was das soll. Was ist das - der Wunsch nach etwas Neuem, der Reiz des nicht habens? Will ich das wirklich? 
Ich kam auf die tolle Idee ihn zu fragen, ob wir uns einen Film im Kino anschauen, den ich sehen will, aber keine Ahnung ob das was wird - schließlich zischt er gleich nach seinen Prüfungen in seine Heimatstadt...und jetzt grade is er im Prüfungsstress. Ich habe sonst nichts weiter dazu gesagt und dass er derzeit nur lernt sagt alles. Prüfungsphase. Befände ich mich wie er im Semester mit Pflichtkursen, dann ginge es mir sicher ähnlich.
Trotzdem verwirrt mich das alles. Und dann war ich die letzten Tage so Menschenscheu, musste mein Internet ganz ausstellen, hab nur mit dem Halbmexikaner SMS geschrieben und sonst niemandem geantwortet...erst heute wirklich wieder und war Donnerstag am Abend zum Kartenspielen bei Freunden. Sonst lag ich nur im Bett und habe Filme geschaut, mehr ging nicht. Keine Chance etwas anderes zu tun oder sich zu bewegen, selbst Essen war anstrengend. 
Manchmal habe ich solche Tage, aber das versteht irgendwie niemand bzw. kann ich darüber auch nicht reden und will es vielleicht auch gar nicht. Meine Bachelorarbeit wird mir langsam jetzt schon zu viel. Am liebsten würde ich das Ding gar nicht erst schreiben, aber was solls, muss ja. Aber überall einlesen macht mich jetzt schon fertig. Die ausgeliehenen Bücher stapeln sich und wollen angeschaut werden, um einen Schritt weiterzukommen. Thema habe ich mittlerweile mehr oder weniger, nächster Schritt ist jetzt das Schreiben des Exposées und dann mal sehen. Bald ist auch das Praktikum und der Umzug und und und. Zu viel. Viel zu viel. 
Ich will weg...oder vielleicht will ich auch nur, dass mich einfach mal jemand umarmt und sagt, dass die Welt nicht ganz so scheiße ist, wie sie mir gerade erscheint... 


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1 Kommentar:

  1. ja genau, einfach leer und komisch und plötzlich hat man das gefühl irgendetwas würde fehlen..
    ich kann sowas selbst nicht mehr ernst nehmen, also nicht, dass ich es irgendwie schön finde aber ich denke das meiste ist einfach gespielt. man schreibt/sagt es weil die andere person es hören möchte. keine ahnung, ich will mir eigentlich keinen kopf machen (steiger mich echt reiin um so mehr ich darüber rede lol)

    danke dir
    <3

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La vida...

«In dieser Nacht erzählte er mir, er glaube, das Leben gestehe jedem von uns wenige Momente reinen Glücks zu. Manchmal sind es nur Tage oder Wochen. Manchmal Jahre. Alles hängt von unserem Schicksal ab. Die Erinnerung an diese Momente begleiten uns für immer und wird zu einem Land des Gedächtnisses, in das wir im ganzen Leben umsonst zurückzukehren versuchen.»
[Marina - Carlos Ruiz Zafón]