#422

Ich komme noch immer nicht ganz drauf klar, was vorletzte Nacht passiert ist. Es erscheint so unwirklich, wie ein komischer Film, wirklich wie im Film...
Es war komisch mein Bett für mich alleine zu haben, niemanden an den man sich kuscheln kann, niemand der einen in den Arm nimmt und über den Kopf streicht.
Ich verstehe irgendwie immer noch nicht wie das alles passiert ist und das das wirklich war. Ich ärgere mich drüber, dass nicht mehr passiert ist und gleichzeitig bin ich unsagbar froh drüber. Dieses zwiegespalten sein...es macht mich fertig. Meine Gedanken drehen sich darum und ich frage mich, was das alles in ihm auagelöst hat. Wieso schaffe ich es immer mit Jungs, die mir viel bedeuten bzw. nen wichtigen Wert in meinem Leben verkörpern, so bzw. zu weit zu gehen? Oder anders gesagt...
Warum fühle ich mich zu ihm hingezogen, genieße so die körperliche Nähe und wenn es nur darum geht im Bus an seiner Schulter zu pennen oder wenn er mich haut, weil n Mini oder sonst ein Auto, das auf der Liste steht, an uns vorbei gefahren ist? 
Musste das wirklich alles passieren? Welcher Sinn steckt dahinter...macht doch alles am Ende nur komplizierter oder nicht? Wahrscheinlich ist es das berühmte "it's ending soon"-Phänomen, bei dem sich Situationen ereignen und Dinge vorfallen, die sich exponentiell zu der noch vorhandenen Zeit entwickeln. In genau einem Monat fliegt er zurück und ich bin auf dem Weg nach bzw. schon in Guatemala. Davor etwa ne gute Woche Cuba, mit einer guten Freundin von mir (ihr ist das übrigens alles aufgefallen, als wir sie in Guadalajara besucht haben und hat uns als Turteltäubchen bezeichnet O.o), und das is ein Shit-Dreieck....sie soll sich auf keinen Fall ausgeschlossen fühlen und andererseits möchte ich ein letztes Mal die Nähe zwischen uns erleben (nicht so weit gehen wie vorletzt Nacht..) und so doof das klingt, ihn für mich alleine haben, wer weiß wann wir uns wiedersehen. 
Die ganze Situation ist so vertrackt. Kate hat gemeint es wäre schön zu lesen, wie vertraut wir miteinander sind. Ja...vertraut trifft es wahrscheinlich am ehesten. Es ist mir nicht unangenehm  (doch...vielleicht ein bisschen, wie das mit dem Übergeben - aber wer will schon, dass andere einen in solche einer Situation sehen?), es ist so natürlich, so vertraut und doch neu. Eine ganz eigenartige Beziehung zwischen uns, wo es kein Richtig und keine Falsch gibt.
Nimm mich einfach nur in den Arm und drücke mich fest. Wir kennen beide den tieferen Sinn dahinter, wissen beide, dass es gut so ist wie es ist, dass nicht mehr passiert, auch wenn es uns reizt. Einfach nur eng Bachata zu tanzen, deine Wange an meiner, ist etwas Besonderes. Danke für diese Momente!

...und wenn wir uns einfach nur umarmen, ohne irgendetwas zu feiern?


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1 Kommentar:

  1. Ja, leider hänge ich vielen Blogs denen ich folge zur Zeit ein wenig hinterher, aber wenn ich dann mal wieder dazu komme die Blogs zu lesen bin ich verwirrt und happy zur selben Zeit.
    Wie ist es in Mexico?
    Es ist schön zu wissen dass da draußen jemand ist, der das mit dem schwarzen Loch nachempfinden kann.
    Es tut mir leid dass die Dinge immer so kompliziert und schwierig sein müssen.

    Ich bin gerade selbst hilflos und deprimiert bis in die Knochen, aber es gibt eine Sache die ich mir immer sage und das möchte ich dir ans Herz legen: Es geht vorbei. Egal was es ist, egal in was für einer Situation du steckst - es ist temporär, es geht vorbei.


    Fühl dich gedrückt.

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La vida...

«In dieser Nacht erzählte er mir, er glaube, das Leben gestehe jedem von uns wenige Momente reinen Glücks zu. Manchmal sind es nur Tage oder Wochen. Manchmal Jahre. Alles hängt von unserem Schicksal ab. Die Erinnerung an diese Momente begleiten uns für immer und wird zu einem Land des Gedächtnisses, in das wir im ganzen Leben umsonst zurückzukehren versuchen.»
[Marina - Carlos Ruiz Zafón]